Wort für die Woche

Prediger Jochen Kümmerle
Bildrechte Kirchengemeinde Feuchtwangen

Liebe Leserinnen und Leser,

was war das umständlich, als man noch ständig ein anderes Kabel brauchte, um Geräte miteinander zu verbinden. Ob Smartphones, Computermaus, Kopfhörer, Headsets, Lautsprecherbox … immer gab es irgendein Kabel, das gesucht und eingestöpselt werden musste. Nicht selten kam es zu einem Kabelsalat.

Das hat auch die Computerentwickler gestört und in den 1980iger Jahren haben sie im Bereich Funkverbindungen geforscht. Doch hoher Stromverbrauch und Funkstörungen führten dazu, dass ein Durchbruch auf sich warten ließ. 1994 wurde die schwedische Firma Ericsson damit beauftragt eine bessere Funkverbindung zur Datenübertragung über kurze Distanz zu entwickeln.
Um das Jahr 2001 kam die erste fehlerfreie Bluetooth- Verbindung auf den Markt.

Doch was hat eine Datenübertragung per Funk mit einem blauen Zahn zu tun?Anders gefragt: Woher kommt der Name Bluetooth? Zur Forschungsgruppe gehörten der Schwede Sven Mattisson und der Amerikaner Jim Kardach. Nach einem anstrengenden Arbeitstag verbrachten sie den Abend in der Kneipe und sprachen über ein ganz anderes Thema, das sie beide brennend interessierte: nordische Geschichte. Sie kamen dabei auf den Wikinger Harald Gormson. Der Legende nach soll König Harald eine besondere Vorliebe für Blaubeeren gehabt haben. Er aß diese Beeren in solchen Mengen, dass er davon blaue Zähne bekam und somit den Spitznamen: Blauzahn (Bluetooth). 
Auch wenn das mit den blauen Zähnen nicht sicher ist, steht fest, dass Harald Blauzahn im 9. Jahrhundert lebte und ein ausgesprochen kommunikatives Geschick hatte. Er schaffte es die zerstrittenen Stämme aus Dänemark, Südschweden und Teilen von Norwegen durch seine Diplomatie zu einem Königreich zu vereinen. 
Und so wurde er zum Namensgeber einer neuen Technologie, die getrennte Geräte miteinander verbindet.  Seine Initialen H und B sind in Runen, also den Schriftzeichen der alten Germanen, auf allen Bluetooth-Geräten abgebildet. Wenn man die beiden Schriftzeichen übereinanderlegt, ergibt sich das bekannte Bluetooth Symbol.
Ich bin beeindruckt von der Bluetooth-Technik, die es uns erlaubt über Funk Daten zu übermitteln. Noch beeindruckender finde ich die Möglichkeit, die der lebendige Gott geschaffen hat, um mit uns Menschen Kontakt aufzunehmen.

Gott verbindet das, was vorher heillos voneinander getrennt war. Er geht dabei den ersten und entscheidenden Schritt auf uns zu. In Jesus Christus sucht Gott Kontakt mit uns. Er bietet uns eine Beziehung an, die unser Leben heil macht, wenn wir uns mit ihm verbinden lassen, wenn wir an Jesus Christus glauben. 

Denn es gibt nur einen Gott und nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen: Das ist Christus Jesus, der Mensch wurde. (1. Timotheus 2,5 NeÜ)

Wie gut, dass es in dieser zerstrittenen Welt eine Verbindung gibt, auf die wir uns verlassen können. 

Mit herzlichen Grüßen, 

Jochen Kümmerle
Liebenzeller Gemeinschaft Feuchtwangen