Wort für die Woche

Illner Dietmar DiakonSehnsucht – wonach sehnen wir uns ?                                 

Liebe Leserinnen und Leser,

Sommerzeit – Reisezeit.  Im Frühjahr musste ich für den geplanten Urlaub einen neuen Koffer kaufen. Schnell war die passende Größe gefunden. Auf dem Koffer - Deckel stand eingeprägt  Route 66 .  Diese Straße, die Route 66, in Amerika wurde im Jahr 1926 also vor 100 Jahren eröffnet. Sie gilt als eine der tollsten Straßen der Welt. Fast 4000 Km lang, von Chicago bis Santa Monica durchquert sie acht Bundesstaaten. In der Zeit der Weltwirtschaftskrise (1929) wurde sie zur „Straße der Sehnsucht“. Sie war Hoffnungsträger für Farmer, die durch Dürre und Armut alles verloren hatten, für Arbeitssuchende die auf einen Neuanfang hofften. Doch längst nicht für alle wurde diese Reise zum ersehnten Happy End – für viele blieb die Sehnsucht unerfüllt.

Ganz ähnlich wie die Route 66 den Osten mit dem Westen verband, so verbindet die Bibel zwei Orte mit einander. Sie schlägt die Brücke zwischen Gott und den Menschen Doch ganz anders als die Route 66 führt sie uns nicht auf eine Suche mit ungewissem Ausgang, nein sie zeigt den Weg, wie unsere Sehnsucht gestillt werden kann. Ganz einfach durch die Beziehung zu Gott.                                  

Die Bibel hat 66 Etappen – die 66 Bücher, erzählen eine Geschichte von Hoffnung, Erlösung und Verheißung. Das Alte (Erste) Testament zeigt mit seinen 39 Büchern die Dringlichkeit der Erlösung, spricht von Zerbrochenheit der Welt durch Sünde und verheißt den Retter. In den 27 Büchern des Neuen Testamentes wird dieser Retter gezeigt: Jesus Christus. Sein Leben, Sterben und Auferstehen ist Grundlage für die Versöhnung mit Gott.                                                                                 

Die Route 66 vereinte Menschen in der Hoffnung auf besseres irdisches Leben, die Bibel schenkt Hoffnung auf etwas weit darüber hinaus. Wer an Jesus glaubt, hat ewiges Leben, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. So wird unsere tiefste Sehnsucht gestillt, nicht durch eine Straße, sondern durch den Glauben an den, der uns den Weg zum Vater geebnet hat. Im Johannes - Evangelium heißt es dazu:          

 Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben   ( Joh 10,10 )

Mit herzlichen Grüßen   - Dietmar Illner  Diakon -  Katholische Kirche Feuchtwangen